Das erste Jahresdrittel
Nach langer langer Zeit hier nun endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir!
Nachdem das neue Jahr eher mittelmäßig begonnen hatte, stand Ende Januar der Umzug von ‘‘Kinder Raising Voices‘‘ von Kawempe nach Watubba, was etwas ausserhalb von Kampala liegt, ins neue Haus an. Da das Praktikantenzimmer noch nicht fertig war, bin ich vorerst Mitte Februar – nach einem verglichen mit dem Vorbereitungsseminar mindestens genauso sinnvollen und hilfreichen Zwischenseminar – zurück nach Kawempe zu der Gastfamilie gezogen, bei der ich schon die ersten paar Tage hier in Uganda verbracht habe, da der Fahrtweg von hier aus einfach viel kürzer und unkomplizierter ist.
Da die Kinder fast alle bis 17 Uhr in der Schule sind und es daher für mich im Projekt nicht wirklich etwas zu tun gibt, unterrichte ich nun an der ‘‘Glory for Education Primary and Secondary School‘‘ in Watubba, die die Kinder von KRV alle besuchen. Trotz der Tatsache, dass ich eigentlich nicht zum Unterrichten nach Uganda gekommen bin, macht die Arbeit dort in den Klassen P3, P4 und P6 Spaß, was vermutlich hauptsächlich daran liegt, dass zum einen die Klassen viel kleiner sind als in der Schule in der ich vorher zwischenzeitlich ausgeholfen habe – es ist definitiv ein sehr großer Unterschied, ob man vor einer Klasse mit bis zu 70 Kindern steht oder doch nur vor 20 bis 30… Zudem ist diese Schule was Unterrichtsmaterialien anbelangt gut ausgestattet und es existieren sogar Lehrpläne, an denen ich mich orientieren kann und die das Vorbereiten der Stunden erheblich erleichtern!

Zwischenzeitlich gab es dann noch eine kleine Abwechslung: Besuch von Mama!! Am 19.03. war es soweit und die kommenden zwei Wochen sollten möglichst abwechslungsreich gefüllt werden – eigentlich eine viel zu kurze Zeit um alles Sehenswerte und Interessante zu berücksichtigen…
Am Dienstag nach ihrer Ankunft ging es dann also ganz langsam los mit einem Besuch der ‘‘Glory for Education Primary and Secondary School‘‘ in Watubba um den Schulalltag einmal mitzuerleben.
Das folgende Programm sah dann schon etwas anders aus. Mittwochmorgen (/-nacht) 6Uhr wurden wir von zu Hause abgeholt um eine dreitägige Safari zum Queen Elizabeth-Nationalpark zu starten. Mit dabei waren noch zwei andere deutsche Freiwillige, die sich mit uns auf eine sechsstündige Fahrt begeben haben.
Und wieder lasse ich lieber Bilder für sich sprechen:



Nach einem kurzen Zwischenstopp in Fort Portal kamen wir Freitagnachmittag wieder heile in Kampala an und haben den restlichen Tag ausklingen lassen.
Samstag gings dann auf eine kleine Kampala-Erkundungstour, zum Ausgleich am Sonntag ins doch schon sehr ländlich gelegene Watubba, um ein wenig Zeit mit allen Kindern von KRV zu verbringen, da man in der Schule selten alle aufeinmal antrifft.

Und dann stand schon wieder die nächste Reise an: Von Entebbe aus haben wir uns via Fähre auf den Weg für einen sehr entspannenden dreitägigen Aufenthalt auf den Ssese-Islands gemacht.
Nachdem dann am Donnerstag das von mir nicht sonderlich geschätzte ‘‘Garden City‘‘ auf der Besichtigungs-Liste abgehakt werden konnte, gings Freitag auf zum Friday-Market um unter anderem Geschenke für die Lieben zu Hause zu besorgen.
Das letzte Wochenende nutzten wir dann dazu zum einen einen Freund in Kireka zu besuchen, zum anderen meine frühere Gastfamilie in Kanyanya sowie auf dem Weg dorthin den Bahai-Temple.
Auf den letzten Drücker habe ich dann noch in einer nervenaufreibenden Nachtschicht ein paar Hosen für die kleine Schwester fertiggestellt und somit waren zwei Wochen – viel zu schnell – am Montagnachmittag auch schon wieder vorbei und mein Alltag hier konnte wie gehabt fortgesetzt werden. Dieser setzt sich momentan hauptsächlich aus Unterrichtvorbereiten, Hausaufgaben- und Examenskorrekturen zusammen, was sich jetzt hier wahrscheinlich schlimmer anhört als es tatsächlich ist… Nach den abschließenden Exams des ersten Terms in diesem Jahr, die in dieser Woche stattgefunden haben, werden nächste Woche nur noch P6 und P7 die Schulbank drücken müssen, der Rest hat Ferien. Man darf also gespannt sein, was es dann für mich zu tun gibt…
Besuche werden übrigens stets gern empfangen!!
Date: 13. April 2012
























