Montag, 21 of Mai of 2012

Weihnachten bei 26°C

Wirkliche Weihnachtsstimmung wollte nicht aufkommen, was allerdings nicht weiter schlimm war. Weihnachten hier in Uganda ist bei Weitem nicht so konsumgesteuert wie bei uns. Gefeiert wird hier erst am 25. . Man geht in die Kirche und anschliessend wird gegessen – sehr viel gegessen. Nur die Kleinen bekommen unter Umständen eine Kleinigkeit geschenkt.

Den 24. habe ich im Projekt verbracht. Am vorherigen Wochenende haben Fanny, Patrick und ich bei mir zu Hause Plätzchen für unsere Kinder gebacken – ein riesiges Blech voll – das als ‘‘Schatz‘‘ für unsere ‘‘Christmas – Rallye‘‘ gedacht war. Nachdem wir dann alle Pfeile und Aufgabenzettel verteilt und die Schätze für die einzelnen Gruppen versteckt hatten, gings endlich los. Und erstaunlicherweise hat alles ohne irgendwelche Komplikationen funktioniert! Alle haben mitgemacht und das erste Mal konnten wir einen echten ‘‘Team – Spirit‘‘ erkennen. Allerdings waren unsere Plätzchen innerhalb von nochnichtmal zwei Minuten aufgefuttert, wir drei haben davon also nichts mehr abbekommen…


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Auf eine quasi deutsche Weihnachtsfeier mit deutschen Weihnachtsliedern, traditioneller abendlicher Bescherung, einem Plastik – Weihnachtsbaum und sehr sehr vielen deutschen Freiwilligen in meiner WG in Kanyanya hatte ich nicht wirklich Lust, weshalb ich den Abend dann bei Fanny und Patrick und ein paar Freunden in Namungoona verbracht habe, wo wir gekocht und noch ein wenig zusammen gesessen haben.

Am 25. gings dann nach Nansana zu Katja (meiner Chefin). Unsere Kinder waren schon alle da, haben sehr früh angefangen zu kochen und nach ein paar kleinen Spielen gab es dann erstmal Essen. Im Anschluss daran wurden die Geschenke verteilt. Um die jeweiligen Geschenke zu bekommen, mussten die Kinder vor versammelter Mannschaft tanzen, woran der Großteil ziemlichen Spaß hatte – glücklicherweise sind wir Freiwilligen davon verschont geblieben…

Jetzt im Nachhinein war Weihnachten hier in Uganda anders, ungewohnt und natürlich absolut nicht wie in Deutschland, aber trotzdem verdammt schön und in gewisser Weise einigermaßen entspannend. Vermisst habe ich – nichts… Trotzdem war die Freude über die zwei Weihnachtspakete, die leicht verspätet bei mir angekommen sind, riesig!! Nochmals ein gigantisches DANKESCHÖN dafür!!

Über Weihnachten/Silvester hatte ich zwei Freiwillige aus Tansania zu Besuch, die ich vom Vorbereitungsseminar kenne. Am 28. machten wir uns dann auf den Weg nach Jinja um dort eine andere Freiwillige zu besuchen, die dort praktisch direkt am Victoriasee wohnt! Am nächsten Tag sind wir von da aus dann zu den ‘‘Hairy Lemon Isands‘‘ gefahren – mal wieder. Irgendwie erinnert dieser Ort an eine Art Hippie – Kommune. Wiegesagt, im Grunde genommen kann man dort nur rumliegen, lesen, schlafen und essen, es war also wieder sehr sehr entspannend. Und natürlich Kajakfahren und Schwimmen, was ich in diesem Bilharziose – Wasser allerdings für nicht wirklich empfehlenswert halte.

Silvester – für mich irgendwie kein sonderlich freudiges Ereignis, da mir plötzlich bewusst wurde, dass ich nun davon sprechen muss ‘‘dieses‘‘ Jahr zurück nach Deutschland gehen zu müssen, und nicht mehr erst ‘‘nächstes‘‘ Jahr… Nun bleiben mir noch ziemlich genau acht Monate.

Zudem war die Stadt in dieser Nacht vollkommen überfüllt, nicht sonderlich verwundernswert, trotzdem war ich froh irgendwann wieder zu Hause gewesen zu sein.

Um nun zu einem Abschluss zu kommen: Ich hoffe ihr alle hattet ein schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2012, wofür ich euch hiermit nocheinmal das Beste wünsche!!


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